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Pädagogischer Ansatz

Unsere pädagogische Arbeit wird vom "heuristischen Lernen" geprägt. Doch was beschreibt dieser Begriff genau? Heuristisches Lernen kann auch als entdeckendes Lernen bezeichnet werden. Kleinkinder werden durch die Gestaltung einer förderlichen Umgebung und eine vielseitige Auswahl an Materialien darin unterstützt und gefördert, selbst zu entdecken, zu erkunden und durch Versuch und Irrtum Lösungen zu finden.

 

Elinor Goldschmied, eine englische Pädagogin, prägte diesen Begriff. Sie entwickelte die Idee, dass Kinder in den ersten Lebensjahren nicht so sehr Spielmaterialien, dafür aber jede Menge Alltagsmaterialien benötigen, um die Welt zu entdecken. Denn Kleinkinder können sich nur ein Bild von der Welt machen, indem sie all diese alltäglichen Dinge genau untersuchen. Bei den Untersuchungen dieser Alltagsphänomene versuchen Kleinkinder die Geheimnisse der Phänomene zu entschlüsseln und ihren Zweck zu entdecken. Dies ist das natürliche Lernbestreben kleiner Kinder und fördert sie in ihrem Ideenreichtum und Forschergeist, es trainiert ihre Fein - und Grobmotorik, es spricht ihre Sinne an und hilft den Kindern, ein erstes Verständnis für die Welt zu entwickeln.

Deshalb ist es wichtig, dass wir Kleinkinder so oft wie möglich an unserer Welt, an unseren Beschäftigungen und unseren Dingen teilhaben lassen. So gestehen wir ihnen ihr Recht auf echte Partizipation zu. Das bedeutet eben auch, zuzulassen, dass sie unser Leben mitgestalten.

 

Elinor Goldschmieds "Mut zur Einfachheit" leben wir in unserer Einrichtung. Wir bewundern ihren Mut, mit scheinbar unscheinbaren Dingen ein ganzes Universum zu eröffnen, Faszination und Wissen zu erzeugen und damit frühkindliche Bildung zu ermöglichen. Denn Unvollständigkeit ist das, was motiviert, Wissbegierde weckt und Erkenntnisse erzeugt.