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Die Eingewöhnung

Wie viel Zeit für eine Eingewöhnung eingeplant werden muss, hängt von zahlreichen Einflussfaktoren ab und verläuft deshalb individuell. Um dennoch einen Einblick zu geben, worauf es bei der Eingewöhnung ankommt, wurde von uns ein "Fahrplan" entwickelt. In ihm sind die typischen Phasen der Eingewöhnung beschrieben. Klar sollte bei diesem Fahrplan immer sein, dass das Kind immer das Abfahrtssignal gibt, um die nächste Station anzufahren. Dessen aktuelle Bedürfnislage und dessen Fähigkeit, sich auf das Neue einzulassen, müssen Grundlage der Entscheidung sein, ob die Eingewöhnung fortschreiten oder gar beendet werden kann. Angelehnt ist der Fahrplan an das Bezugserzieher - System von Elinor Goldschmied, denn eine Bezugserzieherin ist für diesen Fahrplan unerlässlich.

 

Fahrplan:

Für die Dauer der Eingewöhnungszeit empfehlen wir, sich ca. zwei Wochen Zeit zu nehmen. Das Kind braucht während dieser Zeit die Begleitung und Unterstützung der Eltern. Sie geben dem Kind die Sicherheit und den Schutz, die es braucht, um sich auf das Neue einzulassen.

 

Vom ersten bis zum zweiten Tag:

In dieser Anfangsphase begleitet ein Elternteil das Kind in die Krippe. Sie kommen jeden Tag um die gleiche Zeit und bleiben ungefähr ein bis zwei Stunden mit dem Kind im Gruppenraum. Es hat sich gezeigt, dass sich die meisten Kinder schon in diesen ersten zwei Tagen sehr gut in die Gruppe integrieren und die Eltern zunehmend weniger beachten.

 

Dritter Tag:

Am dritten Tag erfolgt eine erste kurze Trennung, in der die Eltern kurz vor die Tür gehen. Je nachdem, wie diese Trennung verlaufen ist, verkürzen oder verlängern wir die Eingewöhnung.

 

Vom vierten Tag bis zur zweiten Woche:

In dieser Phase sind die Eltern nicht mehr ständig in der Einrichtung, sollten aber jederzeit für uns erreichbar sein. Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn das Kind für eine längere Zeit des Tages ohne Eltern auskommt und sich von der Bezugserzieherin trösten und rundum versorgen lässt.